Die Tour ins Rote Herz Australiens
war eins der schönsten Erlebnisse in meinem Leben.
Am 14. März um 15 Uhr begann diese Tour auf dem Bahnhof
in Adelaide. Ein für deutsche Verhältnisse winziger
Bahnhof, wenn man bedenkt, das in Adelaide weit über 1
Millionen Menschen leben. Der Zug der übrigens "the
Ghan" hieß hatte dann auch erst mal 1 Stunde Verspätung,
aber bei 18 Stunden Zugfahrt, stört das auch nur wenig.
The Ghan brachte mich dann die Nacht über quer durch Australien,
bis ich morgens kurz nach 9 Uhr in Alice Springs ankam, eine
Stunde Zeitverschiebung eingerechnet

In Alice wurde ich dann von dem Betreiber meiner Unterkunft
für die nächste Nacht abgeholt. Toddy's Backpackers
Resort, dort gibt's die größten Kakerlaken die ich
je gesehen habe, und das direkt vor der Zimmertür, da schläft
man viel besser (nach
5 Melbourne Bitter Beer).
Am nächsten Tag früh
halb 8 begann dann die eigentliche Tour mit Wayward-Bus
.
Diese führte mich an diesem Tag zum Kings Canyon,
wo wir eine ausführliche Wanderung durch den Canyon bestritten.
Ein wunderbares Land. Später am Abend bezogen wir unser
Nachtlager (Zelte). Vorher gab es aber noch ein Lagerfeuer mit
lecker Essen und Bier.
Tags darauf, fuhren wir früh weiter zum Ulu
ru Kata
Tju
ta National Park. Dort angekommen gings auf eine 3
stündige Wanderung rund um den Ayers Rock.

Abends dann, beobachteten wir, mit kaltem Bier aus dem Eskie,
den atemberaubenden Sonnenuntergang am Touristenüberlaufenen
Sunset Point am Ayers Rock. Wunderschöner Blick, aber zu
viele Pauschal-Tourries. Ganze Busladungen werden dort hin gekarrt
und mit einem Campangerglas professionell abgefertigt.
Diese und auch die nächste Nacht verbrachten wir auf dem
Campground im Yulara Resort, eine nur für Touristen erschaffene
Stadt direkt am National Park, mitten in der Wüste.
Der Anblick eines Swimmingpools inmitten von staubtrockenem
Land ist schon grotesk.
Der nächste Tag begann dann kurz vor 5 Uhr morgens, denn
die Tour führte noch vor dem Sonnenaufgang zu Kata Tju
ta
(Olgas) von wo wir dann den Sonnenaufgang am Ayers Rock beobachteten.
Diesmal völlig allein und in absoluter Stille. Ein tolles
Erlebnis.