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Unser
altes kleines Häuschen in Doncaster East
Generell gilt in Melbourne, kaufen ist besser
als mieten. Ein Häuschen kaufen kam für uns auf
keinen Fall in Frage. Ein nächstes Problem war auch,
in welchem Suburb wir uns umschauen sollten, denn Melbourne
ist eine flächenmäßig große Stadt und
der Clayton Campus der Monash Uni liegt über 50 km von
Visy Paper entfernt. Zunächst sahen wir uns in den Suburbans
zwischen Dandenong und Campus um. Nach zwei Tagen waren wir
des Laufens müde und nahmen einen Mietwagen. Damit konnten
wir die Angebote des jeweiligen Immobilienmaklers schnell
erreichen. Eigentlich läuft hier jede Vermietung über
ein „real estate office“= Immobilienmakler.
Leider bekamen wir für unser (noch) schmales Budget nur
ziemlich keimige Wohnungen oder Mitbewohner im ungepflegten
Hinterhof oder grimmig guckenden, dich mit roten unterlaufenden
Augen anstarrende dunkelhäutige Nachbarn.
Nachdem Sven seinen Arbeitsvertrag bei Visy Paper aber unterschrieben
hatte, war für uns auch klar, dass wir in einen Suburban
mittig auf der Strecke Fabrik- Campus ziehen müssten.
Mittlerweile waren wir auch in ein billigeres Hotel umgezogen
und gut trainiert im Häuser / Wohnungen anschauen und
konnten meist von außen schon beurteilen, ob wir darin
wohnen wollen oder nicht. Unsere jetzige Wohnung sollte erst
am folgenden Tag für alle Interessenten als Inspektionstermin
freigegeben werden. Normalerweise darf man auf so einem Inspektionstermin
dann eine Art Bewerbung ausfüllen, mit Angaben über
Berufslaufbahn und vor allem Einkommen. Irgendwie hatten wir
es aber geschafft, die Immobilienmaklerin zu überzeugen,
dass wir die Wohnung ab sofort brauchen und auch entsprechend
Geld vorlegen konnten, denn eine fette Kaution ist immer fällig.
Kurz und gut, am Freitag haben wir gemietet, am Sonntag sind
wir vom Hotel in unser neues Reich gezogen und am Montag ging
Uni, bzw. Arbeit los. Wir hatten noch kein Strom, warmes Wasser
und auch keine Möbel.
Mittlerweile ist das aber alles etwas anders, so langsam aber
sicher haben wir alles mögliche zusammen, selbst Gartenbank
und Fernseher nennen sich unser eigen und es stellt sich die
Frage wie wir das alles bloß wieder los werden.
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