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Probleme mit australischen Autos....:
Eigentlich haben wir uns unser Schmuckstück ja schon innerhalb der ersten Wochen zugelegt, sodass es eigentlich auch in dieses Kapitel passen würde. Da uns der Holden Commodore VR Stationwagon Executiv aber immer wieder fordert, habe ich mich entschlossen ihm ein

gesondertes Verzeichniss zu geben.
Gekauft haben wir den Holden privat von einem Australier namens Donald, der von seinem Chef einen neuen Wagen abgekauft hatte und deshalb den Holden nicht mehr brauchte. Soweit so gut, die Probefahrt und der Blick in den Motorraum liessen auch keine schlechten Schlüsse zu. Also wechselten 4000 australische Dollar ihren Besitzer.
Der Wagen hatte eine Zulassung bis März 2008 und auch ein gültiges Roadworthy Certificate, was

man in etwa mit dem TÜV vergleichen kann und Pflicht ist, wenn man seinen Wagen verkaufen will.
Soweit also alles ganz gut. Als ich jedoch das Auto das erste Mal die 90 Kilometer zur Arbeit und zurück bewältigen wollte, offenbarte sich das wahre Gesicht des Holdens. Und damit sind nicht die 177 PS gemeint, die die 3,8 Liter Maschine auf die Straße bringt.
Offenbar hatte Don es nicht für nötig gehalten regelmässig das Öl zu wechseln und somit begann nach rund 30 km Fahrt das Auto mächtig zu rasseln und die Öllampe blinkte freudig.
Da ich mich zudem noch verfahren hatte und ich cleverweise an einem Berg gehalten und zurückgerollt war, bevor ich die Automatik in die Parkposition geschalten hatte, musste ich an diesem Abend noch für knapp 200 Dollar in den australischen ADAC eintreten.
Don zeigte sich zwar schwer betroffen von diesen Problemen, ließ sich jedoch auf keinen Umtausch des Autos ein. Was vielleicht auch an dem schwarzen Aufkleber auf der Motorlampe gelegen haben mag, die ich wenige Tage später entdecken musste. Damit wollte Don wohl verhindern, dass ich erkenne, dass der Holden wohl demnächst mal eine neue Transmission braucht. Das hat zumindest die 100 Dollar teure Untersuchung in der Holden Fachwerkstatt ergeben.
Allerdings bereitet dies bisher eigentlich nur wenige Probleme, bis auf die aufleuchtende Lampe wenn man auf dem Highway mit über 80km/h unterwegs ist.
Trotzdem merkt man hin und wieder wie die Leistung nach lässt, deshalb werden wir wohl die Dollar inverstieren und dem Holden eine andere Transmission einbauen lassen.
Wir hofften schwer, dass das neben Ölfilter, Öl und Scheibenwischermotor (der natürlich 30km von der heim-
ischen Garage entfernt, bei strömenden Regen seinen Geist aufgab) die letzte größere Investition in das Auto blieb.
Aber der Holden hat es anders geplant und Sven 5 Uhr morgens auf dem Weg zur Arbeit einen Breakdown mit festgefahrenem Motor beschert.
Das brachte uns die endgültige Entscheidung sich von diesem guten Stück zu trennen und in ein neuerwertiges Auto zu investieren. Nach zwei Wochen Suche nannte sich eine 2002er Mitsubishi Magna Executive Series II unser eigen.
Der Holden hat zwar mittlerweile einen 2nd-hand Motor und eine weitere neue Wasserpumpe sowie ein neuen crankshaft pulley balancer.
Schließlich haben wir ihn für quasi knapp die Hälfte wieder verkauft als wir ihn gekauft haben. Sowas muss man wohl als teure Erfahrung abhaken.
Mit dem Magna hoffen wir auf weniger Probleme und da dieser mit einer 12-montigen Garantie in unser Eigentum übergegangen ist, hoffen wir, auch selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, auf weniger Probleme als mit dem alaskaweißen Vorgänger.
Australientypisch hat auch der Magna ein 3,5 Liter großes sechszylindrisches Herz, nur die 210 PS sind etwas mehr als beim Vorgänger. Wozu man hier solche Autos kaufen kann bleibt uns echt ein Rätsel weil man nirgends schneller als 110 km/h fahren darf.
Aber immerhin ist der Magna mit "nur" 10 Litern pro 100km auf der Strecke Zuhause - Arbeit deutlich spritsparender als der Holden der sich schon mal 14 Liter für die selben 100 km gönnte.