Flug Frankfurt-London-Auckland-Melbourne:
Mitten in der Klimadebatte
starteten wir unseren Langstreckenflug über 20 000 km
mit mindestens 800t CO2 Ausstoß pro Person. Auf dem
ersten Teil des Fluges war das Flugzeug halb leer, bei mir
kam schon ein wenig das Gefühl auf, dass die geführte
Debatte irgendwie an den Realitäten vorbeischrammte.
Schon am Frankfurter Flughafen hatten wir zwei Sicherheitskontrollen,
weitere folgten in London und Auckland. Mindesten sechsmal
mussten wir Labtops ein/auspacken, Schuhe ausziehen, Plastetüten
(erworben für 50 Cent das Stück) aus der Tasche
holen und uns abtasten lassen. Sven war grundsätzlich
immer verdächtig, währenddessen ich wahrscheinlich
hätte schweres Geschütz auffahren müssen, denn
mich hat man grundsätzlich ignoriert. Sven musste mit
seiner Kamera zum Sprengstofftest und war natürlich auch
verdächtig, weil er die Labtoptastatur irgendwann mal
gewechselt hatte.
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Beim Abflug in London und dann in Melbourne
wurden tatsächlich unsere Visa kontrolliert. Insgesamt
saßen wir ungefähr 30 Stunden im Flieger, da waren
also dicke Füße vorprogrammiert. Man darf nicht
darüber nachdenken, dass man sich in 8000 Meter Höhe
befindet und sich mit 800 km/h durch die Luft bewegt.
Zur Unterhaltung gab es Entertainment an Board und jeweils
vor Los Angeles und Melbourne einen Fragebogen zum ausfüllen.
In LA ist das notwendig, um das 90 Tage Visum zu erhalten,
denn man betritt ja US- amerikanischen Boden (für ca.
1 Stunde im Flughafengebäude). Dazu wurden natürlich
unsere Pässe kontrolliert und ein Fingerabdruckje vom
linken und rechten Zeigefinger genommen sowie ein Foto geschossen |
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o geschossen. Danach durften wir für weitere 13 Stunden
in den Flieger steigen.
Der australische Fragebogen beinhaltete Fragen wie: „Haben
Sie Krankheiten, Behinderungen“, „Waren Sie
in den letzten vier Wochen auf einer Farm?“,oder „Waren
Sie für längere Zeit in Afrika?“, „Haben
Sie Schulden“, „Aus welchem Grund besuchen Sie
Australien?“, „ Haben Sie persönliche Abneigungen
gegen Australien?“ no comment !
Anscheinend hatten wir alles gut beantwortet, denn durch
die Ausgangskontrolle in Melbourne sind wir dann ohne Schwierigkeiten
durchgekommen- mit 3 von 4 Koffern. Aber wir hatten wohl
auch Glück, den Svens fehlender Koffer wurde einen
Tag später unbeschadet ins Hotel geliefert.
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Der Flughafen
liegt ca. 45 min Autofahrt vom Stadtteil der Monash Uni entfernt.
Der Limousinenservice der Monash Uni brachte uns aber direkt
in unser Hotel. Mittlerweile war es Freitagmittag und Sven
und ich wollten so schnell wie möglich meine Einschreibeformalitäten
erledigen, also fuhren wir mit dem nächsten Bus zum Campusgelände.
Es war alles recht einfach zu finden. Ich suchte meine Kontaktperson
von Monash Abroad, Jesilda. Sie gab mir die nächsten
Instruktionen und zwei Stunden später war ich eingeschrieben,
hatte eine Monash ID Card und wusste, wo ich das APPI finden
kann. |
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Der Campus hier unterscheidet
sich schon ein wenig vom Dresdener: er ist viel grüner,
weitläufiger und das Campus Centre besteht nicht etwa
nur aus einer Mensa, sondern es gibt auch eine Buchhandlung,
Optiker, Frisör, Bank, Reisebüro, Mini-markt, Sushi-
theke, Handyladen und eins von vielen Computer-labs. Der Campus
wird hier mehr als Service am Studenten angesehen und der
Student mehr als wichtiger Kunde der Monash Uni und nicht
als lästiges, zu bewältigendes Anhängsel. |
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